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Kategorie: Training


In eigener Sache


Ich schreibe direkt an euch, weil ich heute die Spiele unserer Mitspieler in der Hausliga am Maschsee beobachtet habe und völlig erschrocken bin.

Grundsätzlich sollten Bowler die trainieren, besser sein, als Bowler, die nicht trainieren. Das war und ist auf einfachen Hausshots leider nicht immer so.
Denn einfache Hausshots bringen hohe Ergebnisse und das ist wohl für die Meisten das Wichtigste.


Es ist unbestritten machbar, ein Ölmuster mit jeder der Kegel-Maschinen aufzutragen, was einem Durchschnittsbowler eine Verbesserung seines Schnitts um bis zu 20 Pins ermöglicht!

Aber: Leichte Ölmuster verzeihen viele Fehler und führen bereits mittelfristig zu einer deutlichen reellen Verschlechterung!!!!

Das Verhältnis der Ölmenge in der Mitte der Bahn und der Ölmenge Außen heißt Ratio.

Aktuell wird am Maschsee mit Ratio 10:1 gespielt, auf der Bowlingworld 5:1.

Hier gilt: Ratio bis 3:1= Sport, 3:1 – 5:1=moderat, größer 5:1 einfach (Hausölung), größer 9:1 völlig easy(Simple Hausölung) .



Es bleibt also zu hoffen, das wir Sportbowler unseren Sport ehrlich betreiben wollen und nicht nur auf den Bahnen trainieren, auf denen die Strikes "von alleine fallen"! Für das Ego ist so einfaches Training manchmal ganz hilfreich. Es sollte aber nicht zu Gewohnheit werden!

Dass für Hausligen Verhältnisse geschaffen werden, bei denen der Ligaschnitt bei 180 Plus liegt, ist aber völlig legitim.


Training sollte deshalb anspruchsvoll sein. Wie sagte schon Brian Voss so schön: Bowling ist Arbeit!

Trotzdem, jeder Bowler fragt sich doch: was kann ich damit anfangen, wenn die Ölmuster schwer sind und ich darauf nicht mehr trainieren kann?!
Ist das wirklich so? Fragt euch doch mal, warum ihr bei schwierigen Ölbildern Probleme habt!

Bei schwierigen Bahnverhältnissen höre immer: das geht ja gar nicht! Ist ja Öl pur! oder... die haben zuviel gereinigt .. nicht gereinigt ..ich hab zu viel Bogen, ich hab keinen Bogen ... egal was: immer ist die Bahn, die Ölmaschine, der Techniker oder der Anlauf schuld! Das Highlight: was soll der Scheiss... ich zahl für eine gemachte Bahn. das muss ich mir nicht an tun!

Die Realität sieht anders aus: es fehlt einfach daran, mit der Situation bzw den Bahnverhältnissen klar zu kommen bzw die Herausforderung anzunehmen und sich zu verbessern!

Eine Bahn richtig bespielen, bedeutet das Wissen zu haben von Verbindung: Bahnoberfläche (Oberflächenart, Topografie, Abnutzung des Belages, Umgebungsfaktoren), Bowlingball (Oberflächenart, Oberflächenstruktur, Kern, Layout), Spieler (Geschwindigkeit, Umdrehungen, Axis Rotation, Achsen Tilt) und Ölmuster (Öl, Länge, Ratio, Veränderungen).

Auch wenn es euch total erstaunt: Es gibt keinen Wunderball, keine Wunderpille und keinen Hans-im-Glück-Bowler.

Es ist für den eigenen Erfolg wichtig sich Kenntnisse anzueignen, die nur beim Training vermittelt werden können.


Für den kommenden Spieltage möchte ich als Tipp mitgeben:

Es sind (mit aggressiven Bällen) kurze Ölmuster für die Mehrheit schwerer zu spielen, als längere.
Für kurze Ölmuster: Matter Ball, mit vorwärtsroll abgegeben. (Könnte für Luhden passen) :)

Warum ist das so?
In einer Liste basiert auf USBC Tests, in denen festgestellt wurde, dass der optimale Einschlagwinkel in der Gasse 6 Grad beträgt!
SECHS Grad, nicht 40 Grad, nicht 30 Grad oder 20 Grad, sondern 6 Grad!
Das könnte auch erklären, das bei Geradeaus-Spielern mit aggressiven Bällen und kleinem Bogen durchaus Strikeketten fallen können,
wo Riesenbogen-Spieler mit Eckpins zu kämpfen haben.

Ihr merkt vielleicht, es ist wichtig auch die Theorie mit in das Training zu integrieren. Vieles kann sich so verfestigen und motiviert zusätzlich sich auch mehr Wissen anzueignen.

Denn ab einem bestimmten Level, entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage!

Euer rudi


 
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